03.09.2026

Von kostbaren Tagen und wertvoller Unterstützung.

Bei uns im Hospiz ist jeder einzelne Tag besonders kostbar. Spenderinnen und Spender können uns jetzt dabei unterstützen, 365 davon zu finanzieren.
Wie soll das gehen? Unsere 365-Tage-Paten übernehmen fünf Prozent der Kosten für eines unserer 14 Einzelzimmer für ein Jahr, insgesamt sind das 10.000 Euro. Wir freuen uns sehr, dass Kristina Eckardt eine Patenschaft übernommen hat. Ihr Mann Jürgen Eckardt hatte vor, zu uns ins Hospiz zu kommen, verstarb dann aber im Krankenhaus, wo er vom Palliativteam wunderbar umsorgt worden ist. Wir haben Kristina Eckardt gefragt, warum sie sich nun als 365-Tage-Patin engagiert.

Liebe Frau Eckardt, was hat Sie dazu bewegt, eine 365-Tage-Patenschaft zu übernehmen?

„Zu dieser besonderen Spende habe ich mich entschlossen, weil meinem verstorbenen Mann und auch mir so viel Empathie entgegengebracht wurde, dass ich das Gefühl hatte, etwas zurückgeben zu wollen.
Ich vermisse meinen Mann ganz stark, aber auf eine „beruhigende Art“.
Dankbar bin ich ihm für die vielen Gespräche, die wir immer sehr offen miteinander geführt haben. Was ist, wenn...? Zusammen haben wir festgelegt, in welche Richtung der schwere Weg uns führen soll. Nach dem Absetzen der Chemotherapien folgte 2025 ein gutes Jahr mit vielen wunderbaren Momenten.
2026 war der Krebs wieder präsent. Die größte Angst meines Mannes war nicht der Tod, sondern die Furcht vor starken Schmerzen und davor, mich allein zu lassen. Dank der einfühlsamen Palliativpflege im Israelitischen Krankenhaus wurden ihm die Schmerzen genommen. Ich hoffe, dass ich ihm auch die Angst nehmen konnte, mich zurück zu lassen.
Es schmerzt ungemein, den liebsten Menschen zu verlieren, ihn aber so friedlich und auch entspannt verabschieden zu können, war für mich sehr hilfreich. Dieses Bild behalte ich in Erinnerung. Mein Mann war in besten Händen.

Portrait von Kristina Eckardt
Und nicht nur der Patient oder Gast, sondern auch die Angehörigen werden hier aufgefangen. Dafür bin ich sehr dankbar und deshalb habe ich diese Patenschaft übernommen.

Ich möchte anderen Angehörigen auch dieses gute Gefühl ermöglichen, zu wissen, dass der Partner oder ein Elternteil hier im Hospiz am Israelitischen Krankenhaus in guten Händen ist. Dass auch sie auf eine „beruhigende Art“ trauern können. Und ich weiß genau, es wäre auch im Sinne von meinem Mann gewesen. Er hätte sich gefreut!“

Liebe Frau Eckardt, was macht einen Tag aus Ihrer Sicht kostbar?

„Meine Erinnerungen an 33 wunderbare Jahre mit meinem Mann und dass er vorausschauend geplant und mich gut versorgt zurückgelassen hat. Das ist sehr kostbar und dafür bin ich ihm sehr dankbar."

Danke, liebe Frau Eckardt, für Ihr Engagement und für Ihre berührenden Worte!

Zurück