Diese Momente werden wir nie vergessen.
„Wird es wieder den weißen Glühwein geben?“ Diese Frage hören wir oft, wenn wir unseren Adventsbasar ankündigen. Sorgfältig ausgewählt wird er von Michael Schmitt: „Der Müller-Thurgau ist hierfür eine besonders schöne Rebe – nicht säurebetont, er bringt eine Würze mit, in der sich die Aromen aus Stern-Anis, Zimt, Kardamom und Nelken auf besondere Weise entfalten.“ Mit viel Liebe spricht der Inhaber von Mosel Wein in Eimsbüttel über seine Leidenschaft. Von klein auf ist er den kostbaren Trauben durch seine Eltern, die Winzer waren, verbunden:
„Es konnte Heiligabend sein oder der letzte Tag des Jahres. Da hieß es dann: ‚Heute Nacht um 4:00 Uhr!‘ Da wussten wir Kinder: die Eiswein-Trauben. Mindestens -7°C Kälte braucht es für die Ernte, ausgepresst wird das nicht gefrorene Konzentrat. Die Atmosphäre dieser Nächte, wenn die ganze Familie gemeinsam auf dem Weinberg arbeitete, ist kaum zu beschreiben. Die kalten Atemwolken, der Nebel im Tal, die klammen Finger. Die Aromen des anschließenden Pressens der Trauben spüre ich noch in der Nase. Ich fühle die Zufriedenheit nach gemeinsamer Arbeit. Und die fröhliche Atmosphäre beim anschließenden gemeinsamen Frühstück im Warmen. Völlig erschöpft, aber glücklich und zufrieden. Diese Momente werden wir nie vergessen.“
Wir stellen vor: Michael Schmitt – Fördervereins-Mitglied und Weinkenner aus Leidenschaft
So verbindet Michael Schmitt mit Wein Familie. „Am schönsten war immer die Erntezeit, wenn wir das Ergebnis harter Arbeit eines Sommers eingeholt haben. Über mehrere Wochen haben wir die Weinberge Reihe für Reihe abgeerntet. Beim Weinbau sieht man erst am Ende, ob sich all der Einsatz gelohnt hat. Zwanzigmal wird jede einzelne Rebe im Jahresverlauf in die Hand genommen – für Schnitt, Biegen, Pflegen. Es treibt den Winzer immer wieder in den Weinberg, um die Rebe zu unterstützen und das Beste in die Flasche zu bekommen. Wir haben den Wein immer selbst gemacht – geerntet, abgekeltert, den Saft in Fässer, den Wein in Flaschen gefüllt. Jetzt möchte ich den Hamburger*innen die besonderen Tropfen der Mosel-Region nahebringen. Der Schieferboden und die anspruchsvollen Bedingungen von Hitze und Kälte prägen die Traube, Aroma und Säure sind unverwechselbar.“
Besonders bekannt ist das Weinanbaugebiet für seinen Riesling, doch unterdessen werden auch Grau- und Weißburgunder, Auxerrois, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Rotweine wie Spätburgunder, Regent und Schwarzriesling gekeltert. Am Weinstand von Michael Schmitt kann man sie bei unseren Veranstaltungen kennenlernen. Zwanzig Prozent der Einnahmen gehen an das Hospiz. „Das ist mein Beitrag als Fördervereinsmitglied“, so Michael Schmitt. „Und natürlich helfe ich auch immer anderweitig, rund um die Veranstaltungen.“
Kennengelernt hat uns über eine persönliche Bekanntschaft. „Die Mitarbeitenden haben mich sehr beeindruckt. Ich fand es interessant, dass die Atmosphäre im Hospiz ganz anders ist, als ich sie mir vorgestellt hatte, sehr lebendig. So wollte ich einen Beitrag leisten.“
Michael Schmitt sieht eine Parallele zu seiner Passion: „Der achtsame Genuss eines guten Glases Weins kann etwas sehr Lebensbewusstes haben. Die Sinne sind angesprochen – man kann die Essenz eines Sommers sehen, riechen, schmecken. Ich fühle mich dann sehr im Augenblick.“
Unter diesem Titel hat Michael Schmitt für unser Hospiz zwei exklusive Weinkisten zusammengestellt. Jeweils zwanzig Prozent des Kaufpreises gehen als Spende an das Hospiz.
Weinkiste Jahres-Essenz
In dieser Kiste warten auf gemeinsame Genussmomente:
Eine Flasche Riesling-Eiswein: Geschmackskonzentration, die den Eiswein in der Textur wie einen Likör erleben lässt. Geschmacksausrichtung fruchtig-süß mit frischer Säure, ein elegantes Säure-Süße-Spiel und ein unbeschreibliches Geschmackserlebnis für alle, die noch nie einen Eiswein genossen haben.
Eine Flasche Riesling „Alte Reben“: von 40 bis 60 Jahre alten Reben, sehr harmonische Riesling-Säure, mineralische Note durch Schiefersteillage, Apfel- und Aprikosen-Aroma mit feiner Zitrusnote und ein wenig Honig, Geschmacksausrichtung trocken.
69,00 Euro, versandkostenfrei
Die Lesekiste
Diese Weine bietet Michael Schmitt bei unseren Lesungen an. Es erwarten Sie:
Eine Flasche Winzer-Rieslingsekt: typischer Mosel-Rieslingsekt, von Hand geerntete Trauben aus der Steillage, traditionelle Flaschengärung, lange Hefelagerung, feine Perlung, frisch-angenehme Säure, fruchtige Aromen von Zitrus, Apfel und Pfirsich, Geschmacksausrichtung brut.
Eine Flasche Auxerrois: eleganter, runder Weißwein aus der Burgunderfamilie, zart, mit wenig und sehr weicher Säure, breit harmonisches Geschmacksbild, dezente Burgunderwürzigkeit, Aromen von Birne, Apfel, Melone, Quitte und Ananas, Geschmacksausrichtung trocken.
Eine Flasche Regent: vollmundiger Rotwein, kräftige rot-blaue Farbe, körperreicher Wein mit 14% Volumen, sehr wenig Tannin- bzw. Gerbstoff-Anteile, Aromen von dunklen Beeren wie Brombeeren, Johannisbeeren und Kirschen, Geschmacksausrichtung trocken.
49,00 Euro zzgl. Versandkosten 6,90 Euro bei Bestellung im Online-Shop
Bestellung
Bei uns im Hospiz und bei Mosel Wein. https://www.moselwein.shop
Gärtnerstraße 109 (Ring 2)
20253 Hamburg
Telefon: 040-982 633 27
Öffnungszeiten:
Mittwoch / Donnerstag 13:30 bis 19:00 Uhr
Freitag / Samstag 11:30 bis 19:00 Uhr
Ein Moment des Genusses
„Herr L., ein junger Gast, wünschte sich, noch einmal echte, lebendige Begegnungen auf Augenhöhe zu erleben. Früher war er gerne auf Feiern und Festen und liebte es, mit Freunden in geselliger Runde beisammenzusitzen. Der Krebs hatte ihm die Leichtigkeit genommen. Ich lud ihn ein, an einem unserer Lesungsabende mit musikalischer Begleitung dabei zu sein. Genuss, Entspannung, Geselligkeit – das schien mir für ihn die passende Verbindung. Ich bot ihm ein Glas Wein an und er ließ sich von unserem Weinexperten Michi beraten. Herr L. entschied sich für einen Auxerrois. Während der Lesung saß er neben mir, das Glas Wein in der Hand, ganz im Moment, ruhig, gelöst. Die warme Atmosphäre schien ihn zu tragen. Nur wenige Tage später ist er verstorben. Seine Frau sandte mir eine E-Mail, in der sie beschrieb, wie wertvoll dieser genussvolle Moment für ihn gewesen sei; ein kleiner Lichtblick, mitten in der Trauer. Ein Stück Lebensfreude im Angesicht des Abschieds.“
Juliane Neumaier, Psychologin im Hospiz am Israelitischen Krankenhaus
Gut zu wissen: Die Mitgliedschaft in unserem Förderverein ist nicht an einen bestimmten finanziellen Beitrag geknüpft. Jede*r kann das so oft und so regelmäßig einbringen, was und wie er oder sie kann und möchte – dies dürfen z.B. auch kreative Gaben und zur Verfügung gestellte Fähigkeiten sein. Als Dankeschön für Ihre Mitgliedschaft laden wir jedes Jahr zu einem Sommerfest in unseren Garten ein.