31. August 2021

Fleißige Bienen mit Herz

Unsere Arbeit im Hospiz lebt zu einem großen Teil von Unterstützern und Spenden jeder Art. Ein besonders süßes Geschenk überbrachten Karin Schulz-Torge (80) und ihre Tochter – Hobby-Imkerin Edda Gebel (59): Satte 30 Gläser Honig spendeten sie im Frühjahr 2020. Der Erlös aus dem Verkauf der Honig-Spende wurde thematisch passend in die Gestaltung unserer Terrasse investiert – in kunterbunt-duftende, natürlich bienenfreundliche Pflanzen.

Seit mittlerweile zehn Jahren ist Edda Gebel leidenschaftliche Hobby-Imkerin. Gemeinsam mit ihrem Mann versorgt die 59-Jährige aus Wellingsbüttel zehn Bienenvölker mit jeweils rund 40.000 Bienen. Einen Teil davon im heimischen Garten, den Rest im Kleingarten. In guten Jahren beläuft sich die Honigernte auf bis zu 40 Kilogramm Honig pro Volk. In der Saison, zwischen April und September, arbeiten dafür aber nicht nur die Bienen unter Hochdruck, auch die Gebels investieren dann beinahe jede freie Minute in die Imkerei.

Die Idee zur Honigspende kam von Karin Schulz-Torge, Edda Gebels inzwischen 80-jähriger Mutter, die noch bis vor wenigen Jahren im Café am Park arbeitete. Von hier aus belieferte die Servicekraft Patienten des Israelitischen Krankenhauses sowie die Gäste im Hospiz mit beispielsweise Zeitschriften, Getränken oder Süßwaren. „Meine Mutter erzählte mir immer wieder von den schönen Begegnungen und Gesprächen mit den Menschen hier“, erzählt die 59-Jährige. „Und so lag es irgendwie nahe, einen Teil meiner Honigernte 2020 an das gerade wiedereröffnete Hospiz zu spenden.“

Insgesamt 30 Gläser Honig – hübsch verpackt in einem Präsentkorb mit Bienen-Thema – spendet Edda Gebel an das Hospiz. Kurzum: so viel mehr als eine süße Geste und für uns ein Grund zu großer Freude. „Ich hätte nicht vermutet, dass meine Spende so dankbar angenommen wird, darum hat mich das Zusammentreffen mit der Hospizleitung sozusagen kalt erwischt“, lacht die Imkerin. „Die sichtbare Freude von Frau Orlando und Frau Voigt hat mich sehr gerührt.“

Als Vorsitzende des Imkerverbandes Hamburg e.V. weiß Edda Gebel um die Wichtigkeit von freiwilligem gesellschaftlichem Engagement. Zugleich ist sie überzeugt vom Konzept des Hospiz. Edda Gebel: „Als mein Stiefvater vor rund zwei Jahren starb, hätten wir uns gewünscht, dass es an einem so wunderbaren Ort wie diesem ist. Darum war für mich auch schnell klar, dass es nicht bei einer einmaligen Aktion bleibt.“ Und so ist Edda Gebel mittlerweile Fördermitglied, möchte weiteren Honig spenden und hat zudem bereits einige Ideen für ein zusätzliches, praktisches Engagement, sobald die Situation es wieder zulässt.

Wir freuen uns darauf und bedanken uns schon jetzt von ganzem Herzen!

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