03. März 2021

„Endlich habe ich meine berufliche Heimat gefunden“

„Willkommen im Team!“ hieß es für Carola Mein am 1. Juli 2020. Seit mehr als 30 Jahren ist sie als gelernte Krankenschwester tätig, die meiste Zeit als chirurgische Pflegefachkraft im Krankenhaus. Den Wechsel ins Hospiz hat sie einer Freundin und „Kommissar Zufall“ zu verdanken, so die 53-jährige: „Meine Freundin schwärmte mir immer wieder von ihrer erfüllenden Arbeit vor. Als hier schließlich eine Stelle ausgeschrieben wurde, habe ich mich einfach getraut und diese Entscheidung bis heute nicht bereut – im Gegenteil. Ich habe vielmehr das Gefühl, endlich meine berufliche Heimat gefunden zu haben.“

Ganz besonders wichtig sind Carola Mein die menschliche Nähe im Haus, das Füreinander, die individuelle Zuwendung. Auch und vielleicht gerade unter den besonderen Herausforderungen der Pandemie sei dies spürbar: „Es ist immer wieder schön zu erleben, dass hier der Mensch, nicht die Erkrankung im Vordergrund steht. Das Augenmerk unseres Handelns liegt zu Einhundertprozent auf dem jeweiligen Gast, was natürlich auch die Betreuung der Angehörigen mit einbezieht. Ein Gesamtpaket, das auch mich auf wunderbare Art und Weise erfüllt.“

Als überaus bereichernd empfindet Carola Mein darüber hinaus die Arbeit im noch wachsenden Hospiz-Team, das Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenführt. „Jeder von uns bringt andere Kompetenzen und Ideen mit“, erzählt die erfahrene Pflegekraft „und unser Austausch untereinander kommt wiederum unseren Gästen zugute.“ Was für die Arbeit in einem Hospiz sonst noch wichtig ist? „Vertrauen“, sagt Carola Mein. „Der letzte Lebensweg ist immer individuell, immer anders. Darum vertraue ich neben meinem Wissen vor allem auf mein Bauchgefühl.“

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